Schulgalerie Schulgalerie Vorreiter 2007

Schulgalerie Vorreiter 2007

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Ausstellung „Licht und Schatten“ von Maxi Vorreiter
(eigentlicher Vorname der Bramberger Künstlerin: Mathilde)

Licht und Schatten bilden in Maxi Vorreiters Bildern eine untrennbare, ergänzende Einheit. Direktes und indirektes Licht lassen so manchen Bergrücken erstrahlen. Ob Ortler, Geiger, der Hinteregger oder die Lienzer Dolomiten, die mystischen Felsriesen beginnen zuweilen sogar von innen - märchenhaft schön – in ihrer Transparenz zu strahlen.

Bei Bergwanderungen werden von der Künstlerin beeindruckende Naturimpressionen festgehalten, die später für Bildgestaltungen herangezogen werden. Meist malt sie mit Acrylfarben auf Leinwand.
Untersucht man ihre Landschaftsbilder genauer, dann wird der Betrachter feststellen, dass alles Dargestellte mit einer unglaublichen Schärfe auf die Leinwand gebannt wurde, wie es kein Fotoapparat im Stande ist, die Natur jemals wieder zu geben. Deshalb ist es auch nicht ganz richtig, wenn man Maxi Vorreiters Malerei dem Fotorealismus zuordnet. Aber es sind nicht nur die Berge, die die Beachtung der Künstlerin finden. Oft sind es unscheinbare, meist nicht beachtete Ausschnitte aus der Natur, wie ein bisschen Gestrüpp, verdorrte Gräser, ausgeapertes Moos mit Heidelbeersträuchern, der Blick in einen Tümpel. Immer ist die Natur das Vorbild, die in eine neue Wirklichkeit transformiert wird. Auffallend ist, dass Wasser in unterschiedlichsten Aggregatzuständen in den Bildern vorkommen, in flüssiger Form, als Schnee, als Eis und Raureif oder in Form eines Nebelschwadens, der kurzzeitig den Blick auf eine Bergschönheit abschirmt. Eindrucksvoll in einigen ihrer Bilder ist es auch, wenn schräg einfallendes Licht sich den Weg durch die Stämme des Hochwaldes auf den Boden sucht, vergleichbar mit den geheimnisvollen Lichtverhältnissen in einer gotischen Kathedrale.

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Maxi Vorreiter arbeitet mit solch einer Akribie, dass sie für ein Bild oft 2 – 3 Wochen ununterbrochene Arbeitszeit benötigt. Wenn die Künstlerin zu den Farbtuben greift, wird sichtbar, dass sie sich selbst eine strenge Beschränkung auferlegt. Wenige Farben werden feinfühlig in sich moduliert. Und dann ist der Weg nicht mehr weit zur graphischen Gestaltungsweise. Und diese beherrscht die Künstlerin ebenfalls ganz vortrefflich, wobei nur mehr Helldunkelabstufungen und –kontraste und die Plastizität von Bildgegenständen von Bedeutung sind. Akte und Stillleben wachsen aus der Bildfläche und führen fast zu einem haptischen Erlebnis. Die Künstlerin malt auch Portraits, aber nur von Personen, die sie gut kennt, damit sie auch imstande ist, die charakterlichen Wesensmerkmale dieser Menschen einzufangen.
Jetzt, da sich Maxi Vorreiter im Ruhestand befindet, kann sie sich gänzlich der Malerei widmen und sie geht zum Trotz gegenwärtigen Hanges vieler Pinzgauer Künstler und Künstlerinnen zur informellen Malerei unbeirrt ihren eigenen Weg. Zu bewundern waren ihre Werke bereits in einigen Einzel- und Gruppenausstellungen des Inlandes.

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Die Vernissage in der Hauptschule Neukirchen war ein großer Erfolg und wieder einmal ein Fest für alle Sinne!